Noosa – Natur und Entspannung
Mit dem Verlassen von Brisbane begann wieder der Spaß, die Entdeckungsreisen und der Urlaub. Unsere nächste Station war Noosa, welches unserer Meinung nach unsere erste neue Entdeckung wert war. Aber erstmal schliefen wir aus, holten uns Pizza und schauten Filme.
Man denkt ja meistens, dass es in Australien total warm ist, was auch meistens stimmt. Aber wenn dann auf einmal nur noch 15 Grad draußen sind und dazu das Zimmer nicht ein dichtes Fenster geschweige den überhaupt ein schließbares Fenster besitzt, ist man zu einer verweichlichten Frostbeule geworden, denn es fühlte sich kälter als 10° an.
Nachdem wir uns genug ausgeruht hatten, machten wir eine Reise zum hiesigen Strand und dem empfohlenen National Park. Das Wetter war perfekt und wir fit. Wir wanderten Stege, Klippen und Waldgebiete ab. Wir waren irgendwie in 3 Stunden durch und wussten gar nicht, wie wir das so schnell geschafft hatten. Die Ausblicke mit der strahlenden Sonne über unseren Motiven gestaltete unsere Bilder wunderschön.
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Da wir beide sehr tierbegeistert sind, freuten wir uns tierisch als wir unseren ersten wildlebenden Koala entdeckten (obwohl wir theoretisch nur auf der Suche nach der Toilette waren).
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Als wir zwischendurch an einer höheren Klippe angelangt waren, wurden wir fast vom Wind weggepustet. So einen starken Wind hatte ich noch nie erlebt und ich flüchtete gleich in eine geschütztere Nische. Der sonst so sicherheitsbedürftige Kevin hatte in dieser Situation das Abenteuer gepackt und somit hatte ich am Ende ihn und die Klippe mit den windgepeitschten Bäumen in einem Foto festgehalten.
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Am Ende unserer Tour entdeckte Kevin eine große Spinne, in dessen Spinnennetz er ein Blatt warf. Wir beobachteten ca. 10 Minuten, wie die Spinne dieses Blatt systematisch aus ihrem Spinnennetz entfernte. Das sah man auch nicht alle Tage ;).
An einem anderen Tag liehen wir uns Fahrräder aus und fuhren eine kleine Radtour von ca. 30 km durch Noosa zu einem Strand am Wasser entlang und einer flussdurchzogenen Gartengegend. Leider regnete es an diesem Tag teilweise und wir mussten notgedrungen 2-3x eine Pause einlegen, damit wir nicht klitschnass wurden. Zum Glück waren die Regenschauer sehr kurz und nach jeweils 5 Minuten konnte es weitergehen. Als Beweis, dass wir an unseren Zielort angekommen sind, schossen wir ein Fußfoto und begaben uns auf den Rückweg. In den Kleingartenanlagen bekamen wir neben sehr schönen Häusern und idyllischer Aussicht noch einen prunkvoll gestalteten Wasserfall zu Gesicht.
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Nach weiteren DOMINO-Pizzas, einer Sonnenuntergangsbeobachtung und leckerem Eis essen, schliefen wir noch eine Nacht in unserem Hostel und die Reise ging weiter.
Rainbow Beach – Roadtrip auf Fraser Island
Unsere nächste Station war der Rainbow Beach. Er wird so genannt, weil man fast immer einen Regenbogen über den rot geriffelten Bergen sehen kann. Aber ansonsten ist dort so gut wie nichts, außer ein paar Einfamilienhäusern.
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Unser Hostel war eine Zwischenstation und von dort aus startete der 3 tägige Roadtrip auf die Fraser Islands. Nachdem wir uns die Einführung über “Dingos nicht anfassen” und “Nicht betrunken Auto fahren” und andere Tips über “Wie man mit Allradantrieb im Sand fährt und Gefahren / Probleme vermeidet” oder aber “Kein Pfeifen auf der gesamten Insel, sonst werden wir am nächsten Tag nach Hause geschickt” (Weil das Pfeifen die Geister anlocken soll oder so – Aboriginie-Glaube) angehört hatten, schliefen wir noch eine Nacht im Hostel. Wir starteten am nächsten Tag nach kostenlosen Pancakes und packten unsere großen Jeeps. Wir wurden zu 6 in unser Auto verfrachtet. Wir reisten mit 3 Engländern, einem deutschen Paar und einer Amerikanerin. Nach einer 20-minütigen Fahrt wurden wir mit einer Fähre auf die Fraser Islands kutschiert. Es wurde 1-2 Stunden am Strand und im Dickicht des Inneren der Inseln navigiert und hatten eine teils wackelige Autofahrt durch tiefen Sand. Die Insel besteht so gut wie nur aus Natur, Strand und Wald (wenn man 1 bis 2 kleine Wohnsiedlungen und gelegentliche Toilettenhäuschen ausschließt).
Unser erstes Highlight war der Lake McKenzie. Ein wunderschöner See, welcher von 3 glasklaren verschiedenen Blautönen durchzogen ist. Wir legten uns in den weißen feinen Sand am Ufer, gingen schwimmen und genossen unseren ersten idyllischen Platz auf der Insel.
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Am frühen Abend kamen wir auf unserem Zeltplatz (Ein Aboriginie-Camp, Ureinwohner Australiens) an. Es gab dort eine große Kochecke, wo unsere ca. 50 Menschen ihre Abendmahlzeiten aus ihren Essensboxen kochen konnten. Für mich gab es extra Veggiepatties. Da ich die einzige Person von unserer Gruppe war, die Vegetarierin war, konnte ich alle 6 Patties alleine essen (natürlich nicht alle an einem Abend ;)). Nachdem wir unser Rezept entschlüsselt hatten, gab es lecker Essen. Danach tranken wir unsere mitgebrachten Biere, unterhielten uns und hörten Musik aus den großen Boxen, an die wir unsere eigene Musik anschließen konnten.
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Am nächsten Tag wurde sich früh um 7 herausgeputzt (unsere alkoholisierten Menschen hatten teilweise doch ein paar Schwierigkeiten um aufzustehen), um gemeisam zu frühstücken und die nächsten sehenswerten Orte zu besuchen. Wir schafften es mit unseren Jeeps um 8:30 zu starten.
Unsere erste Aufwartung machten wir den Champaign Pools. Diese bildeten eine Bucht mit kleinen Klippen über welche das Wasser gespült wurde. Durch diese Aufwühlung des Wassers bilden sich Millionen von winzigen Bläschen im klaren Wasser der Bucht, woher diese ihren Namen bekommen hat. Wir badeten und sonnten uns. Aber überzeugt euch lieber selbst mit den folgenden Bildern über das grandiose Wetter und einen der schönsten Plätze der Welt.
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Nach einer Pause mit kalten Wraps nur mit unseren Jeeps und dem Strand und dem Meer um uns rum ging es weiter zu einem Berg, zu dem wir heraufsteigen mussten. Von diesem Berg wurden in früherer Zeit Aboriginies gestoßen, um auf den Klippen zu sterben. Darum wird man nie wieder einen Aboriginie auf dieser großen Klippe sehen. Trotz dessen hatte das Wasser eine beeindruckend blaue Farbe und die Aussicht war sehr angenehm (wenn auch nicht sehr neu, da wir eine Meerausssicht an zahlreichen Orten schon bewundert durften).
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Unsere Tour ging weiter zum Eli Creek (Bach). Das Besondere an diesem Bach war, dass er sehr gesundes Trinkwasser enthält. Dieses sollte man sich aber an der Quelle des Baches holen, welches ca. 500 Meter weiter entfernt lag. Es könnte ja an entfernteren Stellen, wo viele Menschen schon durchgelaufen sind, doch etwas verunreinigt sein. Somit liefen wir zur Quelle und beobachteten belustigt, wie so gut wie alle unserer Mitreisenden den Bach bis nach vorne entlangwatschelten. Das Wasser war zu dem Zeitpunkt echt extrem kalt, da zu dieser Zeit ein leichter Nieselregen Fraser Islands etwas abkühlte.
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Der nächste Ort war das interessante Wrack der SS Maheno. Einst ein großes Schiff, welches im ersten Weltkrieg als Hospitalschiff auf den Meerenwegen zwischen Neuseeland und Australien diente. Nach ihren stolzen 30 Jahren Arbeitseinsatz lief sie 1935 durch einen Zyklon auf Grund von Fraser Islands. Und seit diesem Zeitpunkt liegt sie dort und wird immer älter und verfallener. Es sah aus wie ein Schiffswrack aus "Fluch der Karibik" :D.
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Danach ging es zurück in unserer Camp. Wir kochten in unserer Gemeinschaftsküche gemütlich unser Abendessen, während es um die Küche herum in Strömen regnete. Wir tranken unser Bier, ich aß meine in der Pfanne zerfallenen Patties und nach dem Regen wurde ein Lagerfeuer angezündet (wir waren übrigens das einzige Camp in dem ein Lagerfeuer erlaubt war – In allen anderen Camps war es verboten, religiöse Hintergründe oder so). Zusäztlich gab unser musikalischer Engländer mit seiner wahnsinnig guten Stimme und dazugehörigen Gitarre Lieder zum Besten. Des Weiteren gingen wir im Stockdustern an den Strand, bewunderten die wohl schönste Aussicht auf die Sterne. Eine bessere Aussicht werden wir wohl vermutlich nicht so schnell erleben (ihr wisst gar nicht, wie cool Kevins Sternzeichen-App ankam ;)) und quatschten mit unserer Gruppe. Die beiden Bilder haben wir nicht selbst geschossen. Dafür sind unsere Handykameras nicht geeignet. Aber damit ihr von dem Gesehenen trotzdem eine Vorstellung bekommt. Es war ein gelungener Tag.
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Am dritten Tag besuchten wir den Wabby Lake. Zu diesem mussten wir durch ca. 2 km Regenwald hinlaufen. Danach öffnete sich uns eine riesige Sandfläche und als wir den Wegweisern folgten, fanden wir eine steil verlaufende Schlucht in dieser der dunkle tiefe See lag. Dort vertrieben wir uns die letzten 2 Stunden unserer verbliebenen Zeit auf den Fraser Islands, was hauptsächlich aus Faul rumliegen, Baden und großen schwarzen ungefährlichen Fischen beim rumschwimmen zusehen, bestand.
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Danach ging es mit unserem Jeep wieder zurück nach Hause über den Strand und zur Fähre. Kevin wurde zwischendurch im Auto als DJ Crazy Kev getauft, da er die Musik für unsere Fahrt zum Besten gab. Als das Lied "Whistle" angespielt wurde, mussten wir alle ziemlich lachen, da es auf der Insel verboten war zu pfeiffen. Darum schalteten wir dieses ganz schnell aus.
Die Tour war gefüllt mit sehr vielen idyllischen Plätzen und ist es auf jeden Fall wert einmal besucht zu werden, falls ihr mal die Gelegenheit dafür bekommt.
Toll geschrieben, schön, wieder was von euch zu hören 😀 Wusste gar nicht, dass Kevin eine Sternenhimmel-app hat?! 😉 Aber am besten fand ich , dass ihr ein Koala entdeckt hattet, obwohl ihr eigentlich nur ein stilles Örtchen aufsuchen wolltet :p Weiterhin viel Spaß euch and take care 🙂 lg Jacqueen
Wir sind total begeistert von diesem Beitrag und beneiden Euch um die vielen schönen Erlebnisse. Die Fotos sind wieder wunderbar. Passt gut auf Euch auf!